Aus Kategorie Klima
Anzeige Nr.1 zum Thema „Klimaerwärmung”
von Gerd Zelck
Sehr geehrte Leserinnen und Leser dieser Anzeige(n)!
Das Thema “Klimaerwärmung” beherrscht z.Z. die Medien. Insbesondere die vom Menschen verursachte Zunahme des Kohlendioxyds in der Atmosphäre soll zu einer katastrophalen Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts führen, wenn dieser weltweit nicht schnell und drastisch eingeschränkt wird. Maßnahmen hierfür, die insbesondere für die Industrieländer und damit auch für uns sehr teuer zu stehen kommen und deren Machbarkeit und Wirksamkeit im Einzelnen recht fraglich sind, sollten auf der Kyoto-Nachfolgekonferenz in Kopenhagen verbindlich beschlossen werden. Dieses kam nun vorerst nicht zustande, aber ein erneuter Anlauf - noch in diesem Jahr - ist in Vorbereitung.
Ich gehöre zur großen Gruppe der Skeptiker dieser insgesamt übertriebenen Darstellungen und in vielen Punkten überzogenen Maßnahmen. Leider finden wir bei den Medien kaum noch Gehör, denn schlechte Nachrichten lassen sich nun mal besser verkaufen als gute. Aus diesem Grunde sehe ich nur noch die Möglichkeit, die Fragwürdigkeiten bei diesem Thema über teure Anzeigen in die Öffentlichkeit zu tragen und darauf zu hoffen, hierdurch eine Diskussion anzukurbeln. Wir dürfen nicht alles glauben, was man uns hierbei vorsetzt.
Noch ein paar Hinweise zur Vorgehensweise:
- Insgesamt sind 4 Anzeigen, die jeweils fortlaufend nummeriert werden, im Hamburger Abendblatt vorgesehen.
- Die Abbildungen in diesen Anzeigen erhalten Nummern, die zunächst mit der jeweiligen Anzeigen- Nr. beginnen und dann eine fortlaufende Nr. erhalten, also z.B. Abb. 1.1, Abb. 1.2, usw.
- Für den Inhalt der Anzeigen bin ich - Gerd Zelck - allein verantwortlich.
- Der Anzeigentext kann auch auf meiner Homepage http://gerd-zelck.de nachgelesen werden. Die dort untergebrachten Texte sind ausführlicher als die gedruckte Form. Kontaktaufnahme bitte über die E-Mail Adresse “info@gerd-zelck.de”
Und nun beginnt die Auseinandersetzung mit einigen von den Fragwürdigkeiten. Die Gruppe der Verkünder einer anthropogen verursachten Klimawandels durch vermehrten CO2-Ausstoß bezeichne ich nachfolgend zusammengefasst als Alarmisten und die Gruppe der Zweifler und Verneiner dieser Hypothese als Kritiker.
Die Alarmisten nun - allen voran die Professoren Hartmut Graßl, Mojib Latif und der Kanzlerin-Berater Joachim Schellnhuber - nannten bisher Werte von bis zu 6,4 °C Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts. Kurz vor der Kopenhagener Konferenz verstärkte Prof. Schellnhuber seine Warnung noch einmal und verkündete, dass die globale Erwärmung auch bis zu 7°C höher liegen könne, weil der Klimawandel schneller verlaufe als bislang angenommen. In den Medien wird nicht selten die Einschränkung “bis zu” weggelassen.
Auf welche Annahmen sich diese Aussagen beziehen, können Sie aus Abb. 1.1 ersehen. Die Quelle dieser Grafik ist der Vierte Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC), der mit einer Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger beginnt. Zum besseren Verständnis habe ich einige Ergänzungen handschriftlich hinzugefügt.
Abb. 1.1: Prognosen über den Temperaturverlauf bis Ende des Jahrhunderts für verschiedene Szenarien

Zur Erläuterung des Diagramms:
Auf der senkrechten Achse (y-Achse) ist die globale Erwärmung an der Erdoberfläche in °C aufgetragen und auf der waagerechten Achse (x-Achse) der Zeitverlauf vom Jahr 1900 bis 2100. Bis 2000 wurden die gemessenen und danach dann die mit aufwendigen Computerprogrammen errechneten Werte aufgetragen.
Die durchgezogenen Linien geben die errechneten Mittelwerte von insgesamt 4 Hauptszenarien an: B1 (blau), A1B (grün), A2 (rot) und A1FI (grau-blau). Die grauen Balken auf der rechten Seite zeigen die jeweils beste Schätzung (dicke Linie innerhalb des Balkens) und die daraus abgeschätzte wahrscheinliche Gesamtbandbreite nach oben und unten.
Zunächst einmal möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die einzelnen Szenarien in diesem Diagramm richten. Die zweitgrößte Erwärmung von 3,4°C im Jahre 2100 verursacht das Szenario A2 (rote Linie). Ein Merkmal hierbei ist eine stetig zunehmende Bevölkerung. Dazu soll das pro-Kopf Wirtschaftswachstum aber langsamer wachsen als in anderen Modellen. Jedenfalls wird dieses von dem Szenario A1FI (rechter äußerer Balken) übertroffen, das zu einer Erwärmung von 4°C bis Ende des Jahrhunderts führen soll. Die Energieerzeugung wurde hierbei als fossilintensiv angenommen und das Bevölkerungswachstum soll bereits Mitte des Jahrhunderts kulminieren und danach wieder abnehmen. Insgesamt ist A1FI ein extremes und unwahrscheinliches Szenario. Im Gegensatz dazu liegt dem Szenario A1B eine ausgewogene Nutzung aller Energiequellen zugrunde, wobei allerdings die Kernenergie nicht explizit genannt wird. Dieses Modell soll bis 2100 nur zu einer Erwärmung von 2,8 °C führen. Das Szenario B1 schließlich führt nur zu 2°C Erwärmung.
Die größte Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts von 6,4 °C kann nun aus dem Diagramm abgelesen werden, wenn von dem Extremszenario A1FI (rechts außen) die volle obere Toleranz berücksichtigt wird. Und ausschließlich dieser obere Extremwert wurde von den Alarmisten bei jeder sich bietenden Gelegenheit öffentlich verkündet. Die Medien griffen diese schlechte Nachricht auf und verstärkten sie zur ultimativen Katastrophenmeldung, wie: “Wir haben nur noch 12 Jahre Zeit, um gegenzusteuern und die Erwärmung auf 2 °C zu begrenzen.”
Wie sehen die Kritiker nun die globale Temperaturentwicklung bis zum Ende dieses Jahrhunderts? Abb. 1.2 macht zunächst einmal deutlich, dass seit den Kälteperioden im Zeitraum 16.- bis ins 19.-Jahrhundert (bekannt unter dem Begriff “Kleine Eiszeit) die mittlere Temperatur ansteigt - und zwar mit einer Rate von rund 0,55 °C pro 100 Jahre (durchgezogene gerade Linie). Seit dem letzten Temperaturminimum um 1860 betrug die Zunahme bis 2007 0,8 bis 0,9 °C.
Diesem stark gemittelten Wert, dargestellt durch die gerade ansteigende und durchgezogene Linie bis zum Jahre 2007, sind nun Perioden von mehreren Jahrzehnten überlagert, die entweder wärmer oder kälter waren als der Mittelwert. So gab es nach dem Krieg eine kühle Periode unterhalb einer gedachten Null-Linie, die global etwa von 1948 bis 1980 dauerte. Die älteren Leser werden sich wahrscheinlich noch an die Schneekatastrophe im Winter 1978/79 hier in Norddeutschland erinnern. Aber auch vorher gab es in unseren Breiten meist strenge Winter mit viel Schnee und tiefen Minusgraden. So kann ich mich noch gut daran erinnern, im Winter 1962/63 zu Fuß bis an die eingefrorenen Schiffe in der Kieler Förde gewandert zu sein und in dem Zeitraum 1964 bis 67 einmal mit meiner Frau zusammen einer Gruppe aus der Bremer Sektion vom Alpenverein auf dem Weyerberg bei Bremen praktischen Skiunterricht erteilt zu haben. In den Medien und wohl auch von der Klimawissenschaft wurde damals über eine neue Eiszeit spekuliert. Regional und so auch bei uns, machte sich diese Abkühlung schon einige Jahre früher bemerkbar. Erinnert sei auch an den Überfall Deutschlands auf Russland, als der zunächst schnelle Vorstoß der deutschen Truppen durch einen frühen Wintereinbruch vor Moskau brutal zum Stehen kam.
Seit 1976 etwa begann die Temperatur wieder anzusteigen und erreichte so um 1998 bis 2000 herum global ihren Höhepunkt. Bei uns lag dieser Höhepunkt etwa 2003 und ab dann begann es wieder kühler zu werden. Diese Aussage beruht auf realen Messungen und offiziellen Verlautbarungen, aber Alarmisten und Medien beachten das nicht und beschwören weiterhin die Klimakatastrophe, die während dieser warmen Oberschwingungsperiode erstmals kreiert wurde. Denn - und das geht aus dieser Darstellung gut hervor - diese warme Oberschwingung auf einem insgesamt ansteigenden Temperaturverlauf (Langfristkurve) führte gewissermaßen zwangsläufig zu den höchsten Temperaturen bisher nach der Kleinen Eiszeit, von Einzelereignissen einmal abgesehen. Wie aus der Abb.1.3 mit einer größeren Auflösung zu ersehen ist, schwingt die globale Temperatur fast immer von Jahr zu Jahr zwischen Extremwerten, weshalb der dargestellte Oberschwingungsverlauf ebenfalls nur eine Mittelwertbildung ist.
Insgesamt sieht der Klimaverlauf also nach einem natürlichen Vorgang aus, wie ihn die Menschheit im Laufe der Jahrtausende immer wieder erlebt hat. Das zeigt Abb.1.4: Vor der derzeitigen Langfristkurve ins warme gab es Warmzeiten wie z. B. im Mittelalter, als die Wikinger Grönland (Grünland) besiedelten und in England Wein angebaut wurde. Durch die davor liegende Warmperiode konnte sich das Römerreich erst zu seiner einstigen Größe entwickeln. Dazwischen gab es kühle Klimaphasen, die für die Menschen damals, ohne die heutigen Techniken, beschwerlich waren und zu Einschnitten bei ihrer Entwicklung führten, so z. B. zur Völkerwanderung im 4. bis 6. Jahrhundert n. Chr.
Während der Warmzeiten dürfte es ähnlich wie heute oder gar noch wärmer gewesen sein. Das weiß man aus sogenannten Proxy-Daten wie z.B. Wachstumsringe alter Hölzer, Ablagerungsschichten in unberührten Seeschlämmen, Eisbohrkernen aus Grönland und Antarktis, usw. Es ist zu vermuten, dass auch damals schon im Nordpolargebiet während der Sommerzeit das Meereis so dünn wie heute oder gänzlich verschwunden war. Wer weiß das schon, denn Berichte darüber aus dieser Zeit gibt es nicht. Nach dem damaligen Weltbild war die Erde noch eine Scheibe und stand im Mittelpunkt des Kosmos.
Abb. 1.3 macht nun auch erste Widersprüche an der CO2-Hypothese sichtbar. In dem Diagramm mit höherer Auflösung wurde der Verlauf der CO2-Zunahme als rote Linie mit aufgetragen und der Temperaturverlauf der einzelnen Oberschwingungsperioden jeweils als blaue Geraden. Gut erkennbar, hatte der Temperaturverlauf während der kühlen Periode von 1945 bis 1976 eine abfallende Tendenz, während die CO2-Zunahme durchgehend eine steigende Tendenz aufweist. In diesem Zeitraum von immerhin 31 Jahren stimmte also die Hypothese nicht, dass das THG CO2 alleine oder vorwiegend die globale Temperatur (gemessen in 2m Höhe über Meereshöhe) bestimmt. Das verteufelte CO2 verweigerte sich hier der Hypothese. Es war gewissermaßen ungehorsam, wie die Kritiker ironisch anmerken.
Was oder wer nun einen stärkeren Einfluss auf das Temperatur- und Wettergeschehen haben könnte, wird in Anzeige 2 behandelt.
Abb. 1.2 und 1.3: Verlauf der Temperaturzunahme seit 1860

Abb. 1.2: Ursprungskurve von Dr. Syun-Ichi Akasofu/International Artctic Research Center der University of Alaska Fairbanks. Im März 2009 von Dr. J. Herold mit der Variante C und Verlängerung nach links bis zum Dalton Minimum erweitert. Von mir wurde die Grafik mit der von Abb. 1.3 kombiniert und handschriftlich ergänzt. Der Temperaturverlauf von 2000 bis 2007 wurde hinzugefügt.
Abb. 1.4: Bodennahe nordhemisphärische Mitteltemperaturen der letzten 11.000 Jahre
Quelle: M. J. Schwab, Geo-Forschungszentrum Potsdam (GFZ)

Wie ich schon anhand der Abb. 1.1 erläuterte, sprachen Alarmisten und Medien bis vor Kurzem noch von einer Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts von 6,4 °C. Dieser hohe Wert ließ sich in Abb. 1.2 schlecht darstellen, weshalb man hier (Fall A) den schon im Jahre 2000 - auf dem Höhe- und Scheitelpunkt der warmen Oberschwingungsperiode - von Alarmisten vorausgesagten weiteren Verlauf des Temperaturanstiegs (gestrichelte Linie) bereits bei +3°C die senkrechte Achse im Jahr 2100 schneiden lässt. Die obere Grenze des rot angelegten Bereichs lässt aber erahnen, mit welcher Steilheit die Temperatur ansteigen müsste, um die senkrechte Achse wenigstens bei +4°C zu schneiden. Und jetzt kommt der Hammer: Der aus dem Fernsehen allseits gut bekannte Alarmist Prof. Mojib Latif verkündete auf der Weltklimakonferenz vom 31.8. - 7.9. d.J. in Genf vor 1500 renommierten anderen Klimawissenschaftlern, dass es in den nächsten Jahrzehnten zunächst erst einmal wieder kühler werden wird. Um die prophezeite Erwärmung von 4°C bis 2100 noch zu erreichen, müsste der Temperaturanstieg danach noch steiler verlaufen; ganz zu schweigen von den zuvor genannten 6,4 bis 7°C. Im Fall B wird angenommen, dass die Langzeitkurve unbeeindruckt von der CO2-Zunahme weiter linear ansteigt und zu einer Erwärmung von etwa 1,8°C im Jahre 2100 führt.
Es gibt nun aber auch plausible Hinweise dafür (auf die ich später noch etwas näher eingehen werde), dass die derzeitige Erwärmungsphase seit der Kleinen Eiszeit ihren Höhepunkt erreicht hat und der Temperaturverlauf nun umschwenkt in eine neue Kaltphase. Überlagert wird dieser Vorgang dann noch durch eine Oberschwingung von warm nach kalt, wie von Prof. Lativ bereits angekündigt und es unabhängig davon auch gemessen wird (siehe die von mir vorgenommene Ergänzung des Kurvenverlaufs von 2000 bis 2007 in Abb. 1.3). Soweit die durch die Menschheit verursachte Zunahme des Klimagases CO2 einen erwärmenden Einfluss auf die Temperaturentwicklung hat, wird diese die globale Abkühlung nur ein wenig (leider!) mildern, aber nicht aufhalten können.
In der nächsten Anzeige (Nr. 2) wird aufgezeigt, dass Wasserdampf einen viel größeren Einfluss auf Wetter und Klima ausübt als CO2 und wie es dazu kommt.